Marktheidenfeld – Schüler streiken für ihre Zukunft
Das nicht nur Studenten gegen das Bildungssystem streiken, zeigt das Beispiel der FOS/BOS-Schüler in Marktheidenfeld. Es geht ja schließlich auch um ihre Zukunft, als komende Studenten.
Die Schüler wollten ein Zeichen setzen, indem sie nicht nur in Würzburg an der Demonstration teilnehmen, sondern auch in Marktheidenfeld an ihrer Schule etwas unternhemen. Stattfinden sollte der Streik am Dienstag den 1. Dezember vor der Demo in Würzburg. Geplant wurde die friedliche Aktion eine Woche vorher. Das die Schüler es durchaus ernst meinen mit ihren Absichten, wurde spätestes klar, als sie Flyer drucken ließen auf denen ihre Pläne bekannt gemacht wurden.
Schon vor der eigentlichen Aktion wurden selbst gestaltete Plakate und Banner rund um die Schule angebracht, auf denen die Schüler ihre Meinung kund taten. Um 8.30Uhr begann dann die Aktion und zwei Schüler ergriffen das Wort vor 150 bis 200 Schülern. Neben der Kundgebung der Motive der Schülerdemonstration, wurde auch symbolisch eine Mauer aus Pappkartons eingerissen, die den Weg zur Chancengleichheit versperrte. Am Ende zogen die Schüler noch weiter nach Würzburg, um an der Studentendemonstration teilzunehmen.
Der Schulleitung gefiel die ganze Aktion überhaupt nicht. Es wird sogar über empfindliche Sanktionen für alle an der Aktion beteiligten Schüler nachgedacht, da es in der Schule Anwesenheitspflicht gibt und kein Streikrecht.
Trotz Wissens um drohende Strafen fanden 2/3 aller FOS/BOS-Schüler den Mut sich für ihre Zukunft konstruktiv stark zu machen.
"Nicht wegschauen, sondern Handeln" (FOS/BOS-Schüler, Mainpost.de)
