Die Hochzeit und Ihre Bräuche
Man soll nicht meinen wie viele Bräuche und Mythen es um den Bereich des wichtigsten Ereignisses eines jeden Menschen – der Hochzeit – gibt. Was bedeutet eigentlich das Wort Hochzeit und wo kommt es denn her? Laut Wikipedia bedeutet die Vorsilbe Hoch bzw. deren Wortstamm Hu soviel wie wachsen, schwellen und – man höre und staune – schwanger sein. Nanu? Ok, wenn es denn schon soweit ist, sollte die Hochzeit natürlich auch nicht weit sein.
Neu war mir in diesem Zusammenhang übrigens der Begriff der „Verpartnerung“. Also wer sich nicht gleich offiziell binden möchte kann sich ja erst einmal nur „verpartnern“.
Ein – auch hier in Deutschland – üblicher Brauch ist der der Brautjungfern. Dieser ist schnell erklärt: Das junge Brautpaar wünscht sich natürlich nichts sehnlicher als ein Leben voller Glück und Liebe. Was hingegen eher nicht gerne gesehen ist, sind böse Dämonen, die es auf die Braut abgesehen haben um sie zu verhexen. Also kleiden sich die Brautjungfern so wie die Braut und schwupps – sind die Dämonen verwirrt und lassen vom Paar ab.
Interessant ist es auch zu wissen warum die Braut denn über die Türschwelle getragen wird, wie es ja heute noch üblich ist. Diese Prozedur hat vermutlich damit zu tun, dass die Braut die Wächter des Hauses oder die bösen Geister überlisten zu wollen. Ganz schlecht ist es auch, wenn die Braut auf der Schwelle zum neuen Heim stolpern würde. Um sie davor zu bewahren wird sie einfach über die Türschwelle getragen.
Wer gerne Wein trinkt hat es in Italien gut: Dort wird dem Brautpaar eben Wein und Brot gereicht. Dies verheißt dann Gesundheit und Wohlstand. In Indien setzt man dem Paar ein Kind auf den Schoß gesetzt, damit die Eheleute dann auch gleich wissen wie es sich anfühlt.
Manche Bräuche können auch in richtig harte Arbeit ausarten. So ist der Griff zur Säge um ein auf dem Sägebock liegendem Holzstamm zu zerkleinern ein Brauch der die Gleichberechtigung in der Ehe unterstreichen soll.
